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Adventure Title
DC + DDHC-CoS: Chapter 2 The Lands of Barovia
Session
20
Date Played
2026-10-30 21:18:00 UTC
Levels Gained
GP +/-
Downtime +/-
10.0
Location Played
Roll20
DM Name
JinxedBear
DM DCI Number
982345456
Notes
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Teilnehmer: (5) Karrakasz - Viktor - Human - Fighter 1/Warlock ? (5) Echo - Keltoris Oakguard - ? - Warlock 1/? (5) C0ldW0lf - Lucien - Druid lvl ? - ? (5) Arikati020 - Calythra - ???? - Cleric lvl 5 - ???? (5) Bramymond - Renoir Fortemps - Human - Ranger: Hollow Warden 5 (5) Marcelino - Scar - Shadar Kai - Barbarian lvl 1/? ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Info: ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Keltoris "Kel" Oakguard schiebt sich gaaaaaanz langsam ein Stück von dem Steak auf seinen Teller in den Mund während er zuhört. Dieses Mal mit Messer und Gabel. Keltoris "Kel" Oakguard nippt an seinem Wasser und schaut zu Strahd. "Zum Glück haben wir Zwei eine Ewigkeit Zeit...bevor die Fünf wieder da sind ist ein Sterblicher schon zu Asche zerfallen." Strahd von Zarovich schmunzelt Kel einfach entgegen, während er das Glas wieder auf den Tisch ablegt und seine Hände auf seinem Knie vor sich faltet. Und einfach nur wartet. Renoir Fortemps (Bramymond) schaut nervös nach oben, wagt es aber nicht den Blick ganz abzuwenden: "Was.. habt ihr getan?" Keltoris "Kel" Oakguard nippt wieder an seinem Wasser. "Ich habe gehört Vampire müssen bevor sie in ein Haus eintreten erst um Erlaubnis fragen, stimmt das? Und woran wird das festgemacht? Wenn man ein Haus besetzt gibt es eine Art Übergangszeit bevor diese Regel in Kraft tritt?" Strahd von Zarovich "Das mag auf die Vampire aus eurer Welt zutreffen, junger Mann." Er lacht kurz, leise auf. "Hier sind die Regeln anders. Wie genau es bei euch abläuft, bin ich mir leider nicht sicher" und zuckt ganz leicht mit seinen Schultern, damit sein Anzug nicht zerknittert. Calythra Twinveil** (Arikatzi020) sippt an ihren Weinglas und blinzelt durch die runde ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ D I E L E G E N D E V O N M E R R O W E N Die Nacht, in der der Mond sein Gesicht verbarg ✦ · ✦ Es heißt, es habe einst ein Dorf gegeben, das kein Mensch mehr auf einer Karte findet. Merrowen lag zwischen zwei Flüssen, und seine Bewohner glaubten, sie hätten den Tod überlistet, indem sie einander niemals vergaßen. Dann kam ein Winter, der nicht enden wollte. Der Schnee fiel, ohne kalt zu sein. Wasser schmeckte nach Metall. Unter der Haut der Kranken erschienen dunkle Male, klein wie Tintenflecken, doch sie wuchsen. Zuerst starben die Finger. Dann die Arme. Zuletzt die Stimmen. Die Menschen beteten. Sie brachten Brot vor die Tempeltüren und Kerzen zu den Gräbern. Sie versprachen den Göttern goldene Glocken, wenn nur ihre Kinder gesund würden. Niemand antwortete. In der siebten Nacht stand eine Fremde am Tor. Sie trug einen dunklen Mantel, der sich im Wind nicht bewegte, und einen Koffer aus schwarzem Holz. Ihr Gesicht soll schön gewesen sein, oder furchtbar, oder so gewöhnlich, dass niemand es sich merken konnte. Die Erzähler sind sich darüber uneinig. Nur ihre Augen werden in allen Fassungen gleich beschrieben: In ihnen lag das Licht eines Mondes, der über Merrowen selbst nicht am Himmel stand. „Wer von euch möchte leben?“, fragte die Fremde. Natürlich traten alle vor. Sie begann mit den Sterbenden. Niemand konnte später sagen, ob ihre Werkzeuge aus Silber, Knochen oder Glas bestanden. Manche sahen sie nähen, wo kein Faden war. Andere schworen, sie habe Wunden nur angesehen, bis sie sich schlossen. Was immer sie tat, es wirkte. Ein lahmer Müller ging wieder. Eine blinde Alte erkannte ihre Enkelin. Ein Junge, der drei Nächte lang nach Luft gerungen hatte, sang beim Morgengrauen ein Lied, das er selbst erfunden hatte. Die Dorfbewohner nannten die Fremde eine Heilige. Aber bald bemerkten sie, dass nicht alle Geheilten unverändert geblieben waren. Der Müller hinterließ keine Fußspuren mehr. Die Alte sah ihre Enkelin, aber nicht mehr ihr eigenes Spiegelbild. Der Junge sang wunderschön, doch niemals wieder dasselbe Lied zweimal. Ein Schmied konnte heißes Eisen mit bloßen Händen greifen; dafür spürte er den Kuss seiner Frau nicht mehr. Die Menschen fragten die Fremde, ob sie diese Veränderungen fortnehmen könne. „Weshalb?“, erwiderte sie. „Ihr lebt.“ Und die meisten senkten den Blick. Sie schämten sich, mehr zu verlangen als das Leben selbst. Nur ein Mädchen namens Elira trat vor sie. Ihr kleiner Bruder lag unter einer grauen Decke, und die Dunkelheit unter seiner Haut war bereits bis zum Hals gestiegen. Die Fremde kniete bei ihm nieder und schloss den schwarzen Koffer. „Für diesen Jungen kann ich nichts tun“, sagte sie. „Was von ihm übrigbleibt, wird niemals stark sein.“ Elira verstand ihre Worte nicht. Oder sie verstand sie besser als die Erwachsenen. „Er muss nicht stark sein“, sagte sie. „Er muss nur mein Bruder bleiben.“ Die Fremde betrachtete das Mädchen lange. „Wenn ich ihm das Leben gebe, kann ich dir nicht versprechen, dass er derselbe bleibt.“ „Dann versprecht es nicht.“ „Vielleicht wird er eines Tages euch beide überleben.“ „Dann soll er mich vermissen können.“ Und die Fremde fragte zum ersten Mal etwas, das sie offenbar selbst nicht verstand: „Warum liebt ihr ein Wesen, dessen Schwäche euch jeden Tag verletzen kann?“ Elira sah zu ihrem Bruder. „Weil er mein Bruder ist.“ In dieser Nacht öffnete die Fremde ihren Koffer ein letztes Mal. Niemand durfte zusehen. Die Fenster wurden verhängt, die Türen geschlossen, und als die Glocke die Mitternacht anzeigen sollte, blieb ihr Klang in der Luft stecken. Über Merrowen begann der Mond sich zu verdunkeln. Zuerst verschwand ein dünner Rand. Dann fraß sich der Schatten nach innen, bis nur noch ein bleicher Ring zurückblieb. Kein Stern bewegte sich, kein Hund bellte, und selbst der Schnee schien im Fallen innezuhalten. Als das Licht zurückkehrte, saß Eliras Bruder aufrecht im Bett. Seine Haut war heil. Seine Augen waren offen. Seine Hand suchte die ihrer Schwester. Sie nahm sie. Seine Finger waren kalt. „Bist du noch du?“, fragte sie. Der Junge antwortete nicht gleich. Dann drückte er ihre Hand und sagte ihren Namen. Elira begann zu weinen, doch niemand wusste, ob vor Glück oder Furcht. Am Morgen war die Fremde fort. Die Krankheit kehrte nie zurück, und die Menschen stritten noch Generationen darüber, ob jene Nacht ein Wunder oder eine Warnung gewesen war. Die einen sagten, die Fremde habe den Tod besiegt. Andere sagten, sie habe nur einen anderen Preis gefunden, den Kinder und Erwachsene zahlen mussten, ohne ihn zu kennen. Ein alter Chronist schrieb später, man habe den Namen der Fremden zu seinen Lebzeiten bereits vergessen. Geblieben sei allein ihre letzte Antwort an Elira. „Was seid Ihr?“, hatte das Mädchen gefragt. Die Frau soll gelächelt haben. „Ich war einmal ein Mensch, der nicht ertragen konnte, dass andere starben.“ „Und heute?“ „Heute“, sagte sie, „weiß ich, dass die Welt verändert werden muss.“ Unter dieser Zeile ist die Tinte verlaufen. Nur wenige Worte auf der letzten Seite sind geblieben: „… und so erinnerte sich Merrowen an die erste Verfinsterung, lange nachdem es den Namen der Frau vergessen hatte.“ ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------