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Adventure Title
DC + DDHC-CoS: Chapter 2 The Lands of Barovia
Session
16
Date Played
2026-09-25 21:19:00 UTC
Levels Gained
GP +/-
Downtime +/-
10.0
Location Played
Roll20
DM Name
JinxedBear
DM DCI Number
982345456
Notes
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Teilnehmer: (4) Karrakasz - Viktor - Human - Fighter 1/Warlock ? (4) Echo - Keltoris Oakguard - ? - Warlock 1/? (4) C0ldW0lf - Lucien - Druid lvl ? - ? (4) Arikati020 - Calythra - ???? - Cleric lvl 4 - ???? (4) Bramymond - Renoir Fortemps - Human - Ranger: Hollow Warden 4 (4) Marcelino - Scar - Shadar Kai - Barbarian lvl 1/? ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Info: ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ (To Ireena "Tanja" Kolyana): kann ich mit der guten Tanja quatschen, das ich die andere seite der gasse mir anschaue ob da wer steht oder patroliert^^? Sie würde dan um die ecke gehen und sich mit invisibilety unsichtbar machen^^ und kucken was die anderen so treiben^^. (From Ireena "Tanja" Kolyana (GM)): Sure, sie hat nichts gegen, sagt nur, dass du vorsichtig sein sollst Unrecognized command: /voer her würde sie sich dan noch disguisen natürlich^^ mit disguis self^^ xD (To Ireena "Tanja" Kolyana): voer her würde sie sich dan noch disguisen natürlich^^ mit disguis self^^ xD einfach becase Lucien [C0ldW0lf]: 12 + 13 17 + 13 PERCEPTION (6) Lucien [C0ldW0lf] Keltoris "Kel" Oakguard: 4 9 PERCEPTION (3) Viktor: 8 PERCEPTION (2) Scar : 21 8 PERCEPTION (5) (To Ireena "Tanja" Kolyana): ich bewege mich dan mal einfach in eine seitengasse^^ und kuckt umdie ecke, ich mach natürlich nen stealth check. (To GM): 5 + 1 13 + 1 STEALTH (2) Lucien [C0ldW0lf]: 5.14 INITIATIVE (2.14) Lucien [C0ldW0lf] Viktor: 8.17 INITIATIVE (3.17) Scar : 18.16 INITIATIVE (5.16) (From Ireena "Tanja" Kolyana (GM)): stell dich hin wo du gehst Keltoris "Kel" Oakguard: 2.12 INITIATIVE (1.12) (From Ireena "Tanja" Kolyana (GM)): Da wird schwer, du kommst ja von oben. :) (To Ireena "Tanja" Kolyana): also von unten oder wie? oder von oben? (To GM): 9.14 INITIATIVE (2.14) (To Ireena "Tanja" Kolyana): ich hab fei vorteil, wegen invis und tricstar xD nur so falls das hilft^^ (From Ireena "Tanja" Kolyana (GM)): Ik 13 macht keinen Unterschied. :'D (To Ireena "Tanja" Kolyana): ich bereue grade kein tocken gemacht zu haben. (To GM): 4 + 2 16 + 2 STEALTH (2) (To Ireena "Tanja" Kolyana): hm vllt war das sogar gut das er mich hört xD oder gehört hat xD sie ist als die disgouist was ich dir geschickt habe^^ nur mit schleier ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Chalytra wurde vom Hauptman ausgenockt weil sie nervig wahr. Und gelogen hat das sie eine eine Dienerin strahts ist. Scheint sehr Hasserfüllt darauf zu sein. Zerstörtes Auge Folge: Ein Auge wurde durch Izeks ersten, flammenumhüllten Schlag vollständig zerstört. Augenhöhle, Lider und umliegende Haut sind schwer verbrannt. Menachnische Konsequenz: Disadvantage auf Wisdom (Perception) Checks, die auf Sicht in größerer Entfernung beruhen. Zusätzlich Disadvantage auf ranged attack rolls jenseits von 30 ft., bis das Auge ersetzt oder regeneriert wurde. Tiefe Verbrennung am Oberarm Folge: Der Oberarm und die Schulter wurden vom ersten Schlag schwer verbrannt. Narbengewebe, Nervenschäden, taube und überempfindliche Bereiche bleiben zurück. Mechanic: Tiefe Verbrennung am Oberarm Der Oberarm und die Schulter wurden vom ersten Schlag schwer verbrannt. Narbengewebe, Nervenschäden, taube und überempfindliche Bereiche bleiben zurück. Disadvantage auf Strength (Athletics) Checks und Dexterity (Sleight of Hand) bei Feinmechanik, bei denen der betroffene Arm wesentlich eingesetzt wird. Nach starker Belastung kann die Hand zittern oder kurzzeitig an Kraft verlieren. Somatic Components bleiben möglich. Wochen oder Monate mundane Heilung reduzieren die Einschränkung. Greater Restoration kann anhaltende Nervenschäden beheben; Regenerate stellt das Gewebe vollständig wieder her. Abgetrennte Zunge Folge: Ein erheblicher Teil der Zunge wurde herausgeschnitten. Sprache ist zunächst unmöglich oder stark verstümmelt. Mechanic: Calythra kann keine Spells mit Verbal Components casten. Spells ohne Verbal Components sowie Klassenfähigkeiten und Magic Items ohne command word bleiben möglich. Thermische Gesichtsschäden, Verbrennungen über Schläfe, Wange, Kopfhaut und die Umgebung des zerstörten Auges hinterlassen schwere Narben. Haar kann an einzelnen Stellen unregelmäßig nachwachsen. Gebrochener Kiefer, Izeks Griff und Schläge haben den Kiefer verletzt und beschädigt. Gebrochene Rippen und inneres Trauma, Mehrere Rippen sind gebrochen; Bauch und Brustkorb zeigen starke stumpfe Verletzungen. Schulter- und Nervenschaden durch das Hängen, Das eigene Körpergewicht an den Seilen hat eine Schulter teilweise ausgerenkt und Nerven in Schulter, Hals und Arm gereizt. Verbrannter Hals und beschädigte Stimme, Hitze, Schreien, Blutaspiration und die Verletzung im Mund haben Kehle und Stimme massiv belastet. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ CALYTHRAS PERSPEKTIVE Das Erste, was du verstehst, ist, dass du noch wach bist. Du wünschst, du wärst es nicht. Regen drückt kalt gegen deine Wange, aber die Steine unter dir fühlen sich dort seltsam warm an, wo dein Blut begonnen hat, sich zwischen ihnen zu sammeln. Jeder Atemzug kommt flach und falsch. Irgendetwas in deinen Rippen verschiebt sich beim Einatmen, und dein Magen verkrampft sich um die Erinnerung an Izeks Faust. Du versuchst dich zu bewegen. Dein Körper widerspricht. Deine Finger zucken über das Pflaster. Mehr geht nicht. Irgendwo in der Nähe brennt die Weidensonne. Du hörst sie, bevor du sie siehst. Nasses Stroh zischt. Holz bricht. Stoff knallt, während das Feuer sich hindurchfrisst. Dann fällt ein Schatten über dein Gesicht. Du weißt, wem er gehört, bevor du die Augen heben kannst. Izek. Seine Stiefel bleiben neben deinem Kopf stehen. Für einige Sekunden sagt er nichts. Du hörst nur seinen Atem. Zu schnell. Zu tief. Der Atem eines Mannes, der etwas in sich festhalten will, das längst ausgebrochen ist. Dann senkt sich die dämonische Hand. Seine Finger schließen sich um deinen Schädel. Ohne Zögern. Eine Klaue drückt sich unter deinen Kiefer. Eine andere legt sich an deine Schläfe. Zwei weitere krümmen sich um deinen Hinterkopf. Dein Haar verfängt sich zwischen ihnen. Dann hebt er dich hoch. Dein Körper verlässt den Boden. Schmerz schießt durch deinen Nacken, als dein gesamtes Gewicht gegen seinen Griff zieht. Deine Stiefel kratzen einmal über den Stein, dann hängen sie nutzlos unter dir. Du greifst nach seinem Handgelenk. Es ist bereits zu heiß. Die Hitze fühlt sich nicht an wie Feuer in deiner Nähe. Sie fühlt sich lebendig an. Sie kriecht. Sie dringt durch die Haut. Deine Hände zucken instinktiv zurück, doch seine Finger ziehen sich fester um deinen Kopf, und die ersten Flammenzungen schleichen zwischen ihnen hervor. Hitze schlägt über dein Gesicht. Dann wird sie zu Schmerz. Dann zu etwas Größerem als Schmerz. Dein Schrei reißt sich aus dir heraus. Darin liegt keine Würde. Kein Gebet. Kein Name. Nur das Geräusch, das dein Körper macht, als er begreift, dass er gerade zerstört wird. Feuer kriecht in dein Haar. Du riechst, wie es verbrennt. Einen Herzschlag später riechst du dich selbst. Haut. Haar. Etwas Süßliches und Übelkeit Erregendes unter dem Rauch. Deine Augen tränen so heftig, dass die Welt flüssig wird. Du kannst sie nicht richtig schließen. Sein Daumen liegt zu dicht an einem davon. Du spürst, wie Druck in deinem Schädel anwächst. Langsam. Methodisch. Seine Hand hält dich nicht nur. Sie presst dich zusammen. Deine Zähne mahlen aufeinander. Etwas in deinem Kiefer klickt leise. Dein Blick blitzt weiß. Dann rot. Dann schwarz an den Rändern. Durch alles hindurch hörst du ihn. „Ich habe dich gewarnt.“ Seine Stimme klingt unmöglich weit entfernt. Sein Griff wird enger. Die Knochen deines Gesichts schmerzen, als würden unsichtbare Keile zwischen sie getrieben. „Wieder.“ Mehr Druck. Dein Schrei bricht. Du ringst nach Luft und verschluckst dich sofort an der Hitze. „Und wieder.“ Feuer blüht über seine Handfläche. Deine Kopfhaut fühlt sich an, als würde sie sich gegen den Schädel zusammenziehen. Du krallst dich an seinen Arm. Deine Nägel schaben nutzlos über Fleisch, das sich anfühlt wie Eisen aus einer Esse. „Und du dachtest immer noch, deine Stimme sei wichtiger als meine Warnung.“ Seine Finger schließen sich weiter. Da ist ein Geräusch. Sehr klein. Sehr nah. Ein tiefes, sprödes Knacken irgendwo hinter deiner Stirn. Du weißt mit absoluter Gewissheit, dass die nächste Bewegung dich töten wird. Nicht irgendwann. Nicht nach einer weiteren Drohung. Jetzt. Dein Schädel wird in seiner Hand brechen. Du weißt es. Er weiß es. Dann hörst du einen anderen Schrei. „STOPP!“ Ireena. Du kannst deinen Kopf nicht drehen. Durch die Tränen siehst du sie nur verschwommen. Sie bewegt sich. Schnell. Sie wirft sich gegen Izek und schlingt beide Hände um seinen dämonischen Arm. Ihre Handflächen berühren ihn. Du hörst das Geräusch, bevor du begreifst, was es ist. Ein feuchtes Zischen. Ireena keucht. Ihre Finger zucken. Aber sie lässt nicht los. „Bitte!“ Die Hitze unter Izeks Hand verändert sich. Nicht schwächer. Unsicherer. Ireena schreit erneut. Du riechst verbrannte Haut. Diesmal nicht deine. Ihre. „Bitte, du bringst sie um!“ Der Druck um deinen Schädel bleibt. Dein Herz schlägt so heftig, dass jeder Schlag eine neue Welle von Schmerz durch deinen Kopf treibt. Ireenas Hände verbrennen an ihm. Du siehst die Haut ihrer Handflächen Blasen werfen. Du siehst es geschehen. Blasse Haut wird rot. Rot wird wund. Wunde Haut dunkelt an den Rändern nach, weil sie sich weigert loszulassen. Sie weint jetzt. „Izek!“ Ihre Stimme bricht. „Bitte!“ Etwas verändert sich in seiner Hand. Die Finger hören auf, sich zu schließen. Für eine Sekunde geschieht gar nichts. Dann öffnen sie sich. Du fällst. Du hast keine Zeit, dich abzufangen. Deine Schulter schlägt zuerst auf. Dann dein Kopf. Dann deine Rippen. Der Aufprall presst die letzte Luft aus deiner Lunge, und die Welt explodiert lautlos in Weiß. Dein Mund öffnet sich. Kein Laut. Du liegst da und versuchst dich zu erinnern, wie Atmen funktioniert. Schließlich zwingt dein Körper einen dünnen, gebrochenen Atemzug hinein. Dann noch einen. Du schmeckst Blut. Asche. Regen. Ireena sinkt neben dir auf die Knie. Du hörst sie zwischen zusammengebissenen Zähnen schluchzen. Du siehst ihre Hände gegen die Brust gepresst. Sie sehen nicht mehr aus wie Hände, die irgendetwas berühren sollten. Du versuchst ihren Namen zu sagen. Es kommt nur als gebrochener Hauch. Da kniet Izek sich hin. Sein Schatten bedeckt euch beide. Für einen Moment glaubst du, er wird es beenden. Stattdessen greift seine menschliche Hand nach deinem Kiefer. Hart. Seine Finger drücken in die Schwellungen, die sich dort bereits bilden. Er dreht dein Gesicht zu sich. Du siehst die Wut noch immer in ihm. Aber jetzt hat sie Form. Kontrolle. Absicht. „Du hast seinen Namen benutzt.“ Du schluckst. Es tut weh. „Du hast seine Autorität benutzt.“ Deine Zunge fühlt sich plötzlich zu groß in deinem Mund an. Du versuchst zu antworten. Er presst deinen Kiefer auseinander, bis sich deine Zähne öffnen. Sein Daumen gräbt sich in eine Wange. Zwei Finger zwingen die andere Seite auf. Du schmeckst das Leder seines Handschuhs. Dann fängt Metall das orange Licht der brennenden Sonne. Ein Messer. Für eine unmögliche Sekunde weigert sich dein Verstand zu verstehen. Dann verstehst du. Dein ganzer Körper beginnt zu kämpfen. Zu spät. Du trittst. Deine Beine bewegen sich kaum. Du windest dich. Schmerz reißt durch deine Rippen. Du versuchst ihn zu beißen. Sein Griff zwingt deinen Mund nur weiter auf. Panik wird tierisch. Du kannst sie nicht vernünftig machen. Du kannst sie nicht weg beten. Du kannst deinem Körper nicht befehlen, mit dem Zittern aufzuhören. Ireena sagt etwas. Du hörst die Worte nicht über das Hämmern deines eigenen Blutes. Das Messer dringt in deinen Mund. Kaltes Metall berührt deine Zunge. Diese Kälte ist beinahe schlimmer als das Feuer. Weil du genau weißt, was sie bedeutet. Du versuchst dich zurückzuziehen. Izek fasst deine Zunge zwischen zwei Finger. Dein Atem stoppt. Er zieht. Schmerz schießt unter deinen Kiefer. Deine Zunge wird nach vorn gezerrt. Du würgst. Dein Magen hebt sich. Die Klinge berührt das weiche Fleisch darunter. „Nein.“ Du weißt nicht, ob du es wirklich gesagt hast. Vielleicht hast du es nur gedacht. Dann schneidet er. Es gibt kein sauberes Gefühl. Keinen einzelnen Moment von Schmerz. Zuerst ist da Druck. Dann Widerstand. Dann das abscheuliche Gefühl, dass etwas, das in dich gehört, Stück für Stück von dir getrennt wird. Dein ganzer Körper versteift sich. Deine Hände krallen über den Stein. Deine Fersen schlagen nutzlos gegen das Pflaster. Der Schrei beginnt in deiner Brust. Er steigt auf. Er erreicht deinen Hals. Und kommt gebrochen heraus. Nass. Würgend. Falsch. Blut füllt deinen Mund. Zu viel. Heißer als der Regen. Du versuchst es auszuspucken und atmest stattdessen etwas davon ein. Du hustest heftig. Dein Körper krampft. Du versuchst erneut zu schreien. Es kommt nur ein blubbernder, zerstörter Laut. Etwas fällt neben deinem Gesicht auf das Pflaster. Ein kleines Stück Fleisch. Deins. Einen entsetzten Herzschlag lang starrst du es an. Du erkennst es. Dein Verstand nicht. Etwas in dir weigert sich einfach. Das kann nicht mir gehören. Das kann nicht ein Teil von mir sein. Das kann nicht dort auf dem Boden liegen. Du versuchst zu sprechen. Dein Mund formt den Beginn eines Wortes. Deine Zunge bewegt sich. Was von ihr übrig ist. Nichts funktioniert richtig. Der Laut, der herauskommt, ist keine Sprache. Ein nasser Atemzug. Ein gebrochener Vokal. Blut. Dann spürst du es. Nicht nur die Wunde. Die Abwesenheit. Dein Mund ist zu einem fremden Ort geworden. Zu einem Raum, an den sich dein Körper anders erinnert, als er jetzt existiert. Deine Zunge sucht instinktiv nach dem, was nicht mehr da ist. Jede Bewegung findet nur Schmerz. Deine Gedanken greifen automatisch nach den Formen von Zaubern. Heiligen Worten. Silben, die du tausendmal gesprochen hast. Anrufungen. Gebeten. Befehlen. Dein Verstand kennt sie. Dein Mund kann sie nicht formen. Diese Erkenntnis ist kälter als der Regen. Deine Magie ist noch in dir. Du kannst sie fühlen. Wartend. Aber die Tür, durch die du einen Teil von ihr immer in die Welt gerufen hast, ist verstümmelt worden. Izek lässt deinen Kiefer los. Du kippst zur Seite. Blut läuft zwischen deinen Lippen hervor. Du hustest, würgst und versuchst verzweifelt, nicht an dir selbst zu ersticken. Er steht über dir. Du hörst ihn etwas sagen. Durch das Dröhnen in deinen Ohren verstehst du nur einen Teil. „Jetzt leb damit.“ Etwas Nasses trifft den Stein neben deinem Gesicht. Spucke. Dann fährt sein Stiefel in deinen Bauch. Der Schlag faltet dich zusammen. Dein verwundeter Mund öffnet sich. Dein Körper versucht zu schreien. Nichts kommt. Nur ein heiseres, verstümmeltes Krächzen. Du würgst Blut auf die Steine. Hände greifen nach dir. Wachen. Eine unter jedem Arm. Sie schleifen dich. Deine Stiefel schaben hinter dir her. Deine Knie schlagen aufs Pflaster. Einmal. Zweimal. Wieder. Du kannst deinen Kopf nicht mehr halten. Die Welt kippt. Durch den Schleier siehst du die brennende Sonne. Vallakis lächelndes Monument. Ihr Gesicht ist nach innen gestürzt. Feuer scheint durch den hohlen Mund. Die gemalten Augen sind verschwunden. Nur schwarze Löcher bleiben. Sie schleifen dich darauf zu. Du verstehst, bevor jemand etwas sagt. Nein. Du windest dich schwach in ihrem Griff. Nein. Eine Wache greift nach der Vorderseite deiner Kleidung. Stoff reißt. Das Geräusch ist absurd laut. Eine weitere Hand zieht dir den Mantel weg. Deinen Gürtel. Äußere Schichten. Schnallen schlagen eine nach der anderen auf den Stein. Sie reißen deine Kleidung nicht fort, weil sie an eine Wunde müssen. Nicht, weil sie dich heilen wollen. Sondern weil sie alles von dir entfernen wollen, das aussehen könnte, als hättest du dich aus eigener Entscheidung gegen sie gestellt. Rang. Würde. Heilige Symbole. Schönheit. Kontrolle. Stück für Stück bleibt alles im Schlamm zurück. Kalter Regen trifft verletzte Haut. Du versuchst dich instinktiv klein zu machen. Es gibt nichts, hinter dem du dich verbergen kannst. Jedes Fenster um den Platz ist zu einem Auge geworden. Du weißt, dass Menschen zusehen. Du kannst sie kaum erkennen. Du spürst sie. Hinter Fensterläden. Hinter Vorhängen. Hinter Glas. Vallaki sieht zu, wie du zu einem Beispiel gemacht wirst. Izek tritt wieder vor dich. Du versuchst den Kopf zu heben. Sein Gesicht schwimmt hinein und hinaus. „Du wolltest ein Publikum.“ Seine Faust fährt in deinen Bauch. Etwas in dir knickt ein. Du kannst nicht atmen. Du kannst nicht schreien. Du kannst dich nicht einmal um den Schmerz krümmen, weil die Wachen dich aufrecht halten. Dein Mund öffnet sich lautlos. Blut hängt als Faden von deiner Unterlippe. „Jetzt hast du eins.“ Seil legt sich um deinen Körper. Unter deine Arme. Um deine Rippen. Über verletztes Fleisch. Jeder Knoten zieht sich an einer Stelle fest, die bereits schmerzt. Sie heben dich. Deine Füße verlassen den Boden. Die Welt fällt unter dir weg. Verkohltes Weidenholz gräbt sich in deinen Rücken. Hitze von den letzten Glutnestern drückt durch deine zerrissene Kleidung. Deine Schultern tragen dein Gewicht. In einem Arm verschwindet das Gefühl. Im anderen beginnt es zu brennen. Deine Zehen suchen verzweifelt nach Halt. Sie finden die Kante der zerstörten Plattform. Gerade so. Genug, um den Druck für einen Atemzug zu lindern. Nicht für den nächsten. Du hängst dort. Im Inneren der toten Sonne. An der Stelle, an der Vallaki ein lächelndes Symbol der Hoffnung aufhängen wollte, hängt nun dein Körper. Regen schlägt dir ins Gesicht. Blut sammelt sich schneller in deinem Mund, als du schlucken kannst. Du lässt es über dein Kinn laufen, weil Schlucken zu sehr weh tut. Du versuchst noch einmal zu sprechen. Vielleicht mit Ireena. Vielleicht mit Selûne. Vielleicht nur, um dir selbst zu beweisen, dass du es noch kannst. Dein Hals zieht sich zusammen. Deine Lippen formen das Wort. Heraus kommt nur ein zerstörter Hauch. Mehr nicht. Panik kehrt zurück. Nicht wegen des Schmerzes. Wegen der Stille. Deiner Stille. Du kennst den Zauber. Du kennst jede Silbe. Du hörst sie vollkommen klar in deinem Kopf. Aber dein Körper kann nicht mehr gehorchen. Ireena steht unter dir. Sie weint. Ihre verbrannten Hände liegen nutzlos an ihrer Brust. Du willst ihr sagen, dass es nicht ihre Schuld ist. Du willst ihr sagen, sie soll laufen. Du willst ihr sagen, dass du noch da bist. Dein Mund bewegt sich. Keine Worte. Izek sieht sie an. Etwas in ihm verändert sich erneut. Seine Schultern sinken. Das Feuer entlang seines Armes wird schwächer. Für einen Herzschlag wirkt er fast menschlich. Er nimmt seinen Mantel ab. Legt ihn um ihre Schultern. Vorsichtig. Vorsichtig genug, ihre verbrannten Handflächen nicht zu berühren. Du siehst diese Sanftheit. Nach allem, was er dir angetan hat. Und irgendwie ist es genau das, was dir den Magen umdreht. Er wendet sich ab. „Lasst sie am Leben.“ Am Leben. Das Wort fühlt sich grotesk an. Dein Schädel pocht noch dort, wo seine Finger ihn gepresst haben. Dein Mund ist voller Blut und Abwesenheit. Deine Rippen reiben beim Atmen aneinander. Dein Bauch verkrampft sich um die Stellen, die seine Fäuste gefunden haben. Deine Kleidung hängt in zerrissenen Fetzen von dir. Dein Körper hängt in einem verbrannten Symbol, während eine ganze Stadt hinter ihren Fenstern verborgen bleibt. Am Leben. Izek führt Ireena fort. Sie dreht sich zu dir um. Wieder. Und wieder. Bis die Straße sie verschluckt. Du bleibst zurück mit dem Regen. Der Glut. Dem Geschmack von Eisen. Dem unerträglichen Bewusstsein jedes beschädigten Teils von dir. Irgendwo löst sich etwas aus dem zerstörten Gerüst und zerbricht im Schlamm. Du zuckst zusammen. Dein Körper weiß nicht mehr, welcher Schmerz zu welcher Verletzung gehört. Du schließt die Augen. Die Dunkelheit ist schlimmer. Also öffnest du sie wieder. Auf der anderen Seite des Platzes siehst du hinter einem schmalen Fenster ein Gesicht. Dann schließt sich der Laden. Ein weiteres Fenster. Ein weiteres Gesicht. Ein weiterer Laden. Einer nach dem anderen blickt Vallaki weg. Und du begreifst genau, was Izek getan hat. Er hat dich nicht hiergelassen, damit du stirbst. Er hat dich hiergelassen, damit du überlebst. Lange genug, damit jeder sieht, was Überleben kostet. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------